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Lettlands Parlament erkennt Genozid an Armeniern an

Das lettische Parlament, genannt Saeima, hat den Völkermord am armenischen Volk offiziell anerkannt. Eine entsprechende Erklärung wurde mit 58 zu 11 Stimmen, bei 7 Enthaltungen am Donnerstag verabschiedet.

Die Saeima verurteilt die vom Osmanischen Reich an der armenischen Bevölkerung begangenen Verbrechen, Morde und Zwangsdeportationen. In der „Erklärung über den Völkermord an den Armeniern zur Zeit des Osmanischen Reiches“ wird unter anderem anerkannt, dass „infolge der Handlungen der osmanischen Behörden eine große Anzahl der armenischen Bevölkerung zwangsweise in andere Regionen des Reiches deportiert wurde, was zum Verlust zahlreicher Menschenleben durch Hunger, Gräueltaten und Morde führte.“

Das Parlament Lettlands berücksichtige in ihrer Erklärung zum Genozid am armenischen Volk ebenfalls die von den Vereinten Nationen verabschiedete „Konvention über die Verhütung und Bestrafung des Völkermordes“ und der Entschließung des Europäischen Parlaments vom 18. Juni 1987, die besagt, dass es sich bei den Verbrechen am armenischen Volk um Völkermord im Sinne der UN-Genozidkonvention handelt.

Zum weltweiten Völkermordgedenktag stufte jüngst auch der amerikanische Präsident Joe Biden in einer lange erwarteten Rede am 24. April die Vernichtung der Armenier als Völkermord ein. Vor ihm tat dies nur ein amerikanischer Präsident – Ronald Reagan, allerdings auch nur in Zusammenhang mit dem Holocaust und damit nicht am armenischen Genozid-Gedenktag.

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