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Marvel-Serie Moon Knight thematisiert Genozid an Armeniern und führt zu türkischem Protest

Foto: Marvel Studios

Die erste Episode der Serie „Moon Knight“ ist auf Disney+ gestartet. In der Show spielt Hollywood-Star Oscar Isaac den Ex-Söldner Marc Spector, Museums-Mitarbeiter Steven Grant sowie den Superhelden Moon Knight. Moon Knight besitzt eine starke Verbindung zum ägyptischen Mondgott Khonshu, während Arthur Harrow (Ethan Hawke), der Bösewicht der Marvel-Serie, der Göttin Ammit verbunden ist.

Bei der Erläuterung der Legende von Ammit bezog sich Arthur Harrow in einer Filmsequenz in einem Nebensatz auf zahlreiche historische Ereignisse wie das Hitler-Regime oder den Völkermord an den Armeniern. Weil in der Premiere der Genozid am armenischen Volk erwähnt wird, wird Moon Knight nun auf der Filmdatenbank IMDB mit negativen Ein-Stern-Bewertungen bombardiert. Der türkische Völkermord von 1915 an den bis zu 1,5 Millionen Armeniern ist ein historisches Ereignis, dessen Faktizität die türkische Regierung bis heute vehement leugnet.

Der Genozid wird vom Seriencharakter Arthur Harrow erwähnt, als er die historischen Tragödien aufzählt, die die ägyptische Gottheit Ammit hätte verhindern können, wenn sie frei gewesen wäre: „Wäre Ammit frei gewesen, hätte sie Hitler und die Zerstörung, die er anrichtete, Nero, den Völkermord an den Armeniern, Pol Pot verhindert.“

Daraufhin vergaben türkische IMDB-Review-Bomber eine Vielzahl von Ein-Sterne-Bewertungen als Reaktion auf den Genozid-Verweis, wobei ein Nutzer behauptete, „es gibt keinen armenischen Völkermord“.

Mit der Thematik des Völkermords an den Armeniern kennt sich Oscar Isaac übrigens bestens aus. Im Hollywood-Film „The Promise – Die Erinnerung bleibt“ von Terry George, der in der Zeit des Genozids spielt und diesen behandelt, spielte Isaac neben Christian Bale ebenfalls die Hauptrolle.

Lesen Sie auch:  Völkermord an Armenier: Kölner Initiative kämpft weiter für Genozid-Mahnmal
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