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Zahl der türkischen Besucher im Museum zum Völkermord an den Armeniern steigend

Hayk Demoyan, Direktor des „Armenian Genocide Museum“-Instituts in Armenien


Das „Armenian Genocide Museum“-Institut wird einen Abschnitt den Türken widmen, die Armenier während der Zwangsumsiedlung und Massaker gerettet haben, berichtet die türkische Zeitung „Radikal“ und sagt, dass dies der Direktor des Museums, Hayk Demoyan, bei einem Treffen mit türkischen Journalisten mitgeteilt hat.

Demoyan sagt, dass die Anzahl der türkischen Besucher des Museums spürbar seit 2008 gestiegen ist. In diesem Jahr waren es 100 türkische Besucher. „Sie fragen, wie zuverlässig die vorgestellten Materialien sind“, sagt er und fügt hinzu, dass neun von zehn türkischen Besuchern das Museum mit der Überzeugung verlassen, dass ein Völkermord stattgefunden hat. „Wir haben ein Gedenkbuch und Menschen aus der Türkei haben ihre Eindrücke in türkischer Sprache hinterlassen. Ein 25-26 Jahre alter junger Mann, welcher Computer-Technologie an der Istanbuler Universität studiert, musste sogar beim Rundgang durch unser Museum weinen“, so Demoyan.
Der Direktor verdeutlichte den türkischen Journalisten, dass das Museum nicht alle Türken als Verbrecher beschreibt. „Es ist kein Museum, dass über die Geschichte der Armenier erzählt. Es ist ein Museum welches Erinnerungen von Armeniern und Türken präsentiert“, sagt er.
Demoyan sagt auch, dass sie viele Dokumente über Türken und Muslime haben, die den Armeniern geholfen haben.
„Viele Türken riskierten ihr Leben indem sie den Armeniern geholfen haben. Auf Grund einer Verordnung der osmanischen Regierung konnten Türken, die es wagten Armeniern zu helfen, vor ihren eigenen Häusern gehängt werden“, erinnert Demoyan.
Webseite des Museums: www.genocide-museum.am

Lesen Sie auch:  Völkermord an Armeniern: Schweiz drückt sich um Klartext
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