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Dänischer Fußballverband trifft Amnesty vor Reise nach Baku

Jakob Jensen, Direktor des dänischen Fußballverbands DBU. (Foto: DBU Kommunikation, dbu.dk)

Der dänische Fußballverband DBU hat sich vor dem EM-Viertelfinale am Samstag gegen Tschechien in Baku mit Vertretern der Menschenrechtsorganisation Amnesty International getroffen, um sich im Detail über die Menschenrechtslage im autokratisch geführten Aserbaidschan zu informieren.

Zeitgleich veröffentlichte Amnesty Dänemark am Donnerstag einen Bericht, auf den ebenfalls der DBU in einer Mitteilung verlinkte, namens „Fünf Dinge, die Sie über Aserbaidschan wissen sollten“.

„Die Regierung von Aserbaidschan nutzt die Ausrichtung großer Sport- und Unterhaltungsveranstaltungen schon seit mehreren Jahren, um grobe Menschenrechtsverletzungen zu vertuschen. Die Fußball-Europameisterschaft ist keine Ausnahme“, wird Amnesty International Dänemark in der Mittelung der DBU zitiert. Neben der Verfolgung von politischen Gegnern des autokratischen Präsidenten Ilham Aliyev werden auch Demonstrationen verboten und Nicht-Regierungsorganisationen ausgewiesen, so Amnesty. Auch von den Kriegsverbrechen während der 44-tägigen aserbaidschanischen Militäroffensive im Herbst 2020 gegen das mehrheitlich armenisch bewohnte Bergkarabach berichtet Amnesty.

„Amnesty hat dokumentiert, dass aserbaidschanische Streitkräfte im Krieg gegen Armenien in Berg-Karabach im Jahr 2020 Kriegsverbrechen begangen haben. Mehrere verifizierte Videos zeigen Misshandlungen von Kriegsgefangenen und anderen Gefangenen, Enthauptungen und Schändung von Leichen toter Soldaten.“, so der Bericht.

DBU-Direktor Jakob Jensen sagte am Donnerstag: „Wir werden dieses Wissen an unseren Kader, unsere Mitarbeiter und an die dänischen Fans weitergeben, die nach Baku reisen, um das Spiel zu sehen.“

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