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EURO 2020: Aserbaidschan verweigert Akkreditierung armenischer Journalisten

Aserbaidschan ist eines der Austragungsorte für die „UEFA EURO 2020“ Fussball-EM. Die Spiele finden in einem angespannten Umfeld statt und der Austragungsort Baku ist umstritten.

Im Herbst 2020 führte der aserbaidschanische Autokrat Ilham Aliyev noch Krieg gegen Armenien um die Region Bergkarabach mit über 4.000 Toten und hält weiterhin über 200 armenische Kriegsgefangene fest, trotz Forderung des Europaparlaments diese unverzüglich freizulassen. Noch im Mai dieses Jahres rückte das aserbaidschanische Militär bis zu 4 Kilometer illegal in Armenien vor, besetzte mehr als ein Dutzend Höhen und begann mit dem Aufbau von Befestigungsanlagen.

Für die UEFA-Spiele in Baku hatten auch armenische Journalisten Anfragen zur Medienakkreditierung gestellt. Inzwischen häufen sich allerdings die Fälle der Absagen. Am 8. Juni wurde bekannt, dass einem der bekanntesten armenischstämmigen Journalisten und Fußballmoderatoren Russlands, Nobel Arustamyan, auf Antrag des Organisationskomitees in Aserbaidschan die Akkreditierung für Baku verweigert wurde. Nach Protesten teilte die Sprecherin des russischen Außenministeriums Maria Sacharowa am 10. Juni dann mit, dass Arustamyans Akkreditierung schließlich doch genehmigt wurde.

Ein anderer Fall ist Karen Rafayelyan, Sport-Journalist aus Armenien. Seine Akkreditierungsanfrage wurde seitens der UEFA abgelehnt. In einer E-Mail des Fußballverbandes an Rafayelyan heißt es: „Der Grund für die Nichtberücksichtigung Ihres Antrags auf Medienakkreditierung steht im Zusammenhang mit einer Entscheidung der Polizeibehörden in den Ländern, die die UEFA EURO 2020 ausrichten, nach dem Ergebnis ihrer Hintergrundüberprüfungen. Die UEFA ist nicht in der Lage, sich über Sicherheitsentscheidungen und Empfehlungen der Polizeibehörden hinwegzusetzen.“

Auf Facebook schrieb der armenische Journalist, dass sich Baku nicht nur das Recht genommen habe, die Spiele auszurichten, sondern auch „die Türen nach Belieben zu schließen. Dies ist eine große Schande für die UEFA“, so Rafayelyan.

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