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Panorama

Berühmte und historische Markthalle „Pak Schuka“ in Jerewan demoliert

Jerewans historische und berühmte Markthalle auf der „Mashots Avenue“ nach der Zerstörung (Foto: Photolure)

JEREWAN. – Jerewans bekannte und geliebte Markthalle „Pak Schuka“, eines der historischen und kulturellen Denkmäler und Juwelen Jerewans, ist in den Mittelpunkt der öffentlichen Aufmerksamkeit geraten, als Ende Mai schwere Maschinen einige Bögen des Daches abrissen. Besorgte Aktivisten, die sich nun neben vielen Armeniern Gedanken über die Zukunft der berühmten Markthalle machen, bezeichneten diese Aktion als „Vandalismus“ und „illegal“.

Nachdem einige Fotos und Videomaterial der Zerstörung auf Facebook auftauchten und sich im späteren Verlauf ebenfalls ein Vertreter des armenischen Kulturministeriums einschaltete, wurden die Bauarbeiten, die in der Nacht stattfanden, vorerst eingestellt. Der Besitzer der Markthalle, Abgeordneter und Geschäftsmann Samvel Aleksanyan, dem ebenfalls der „Yerevan City“ Supermarkt gehört, weigerte sich zunächst den Abriss zu kommentieren.

Als bekannt wurde, dass Aleksanyan die in den 1950er Jahren erbaute historische Markthalle in Armenien gekauft hatte, befürchteten viele Armenier, dass der Geschäftsmann planen würde einen weiteren Supermarkt an dieser Stelle zu erbauen. Jedoch hat Aleksanyan diese Information bislang mehrfach abgestritten und betont, dass er lediglich plane das Gebäude zu renovieren und mit einer Tiefgarage neu aufzurüsten.
Styopa Safaryan von der „Heritage“ Partei startete eine Unterschriftenkampagne vor der Markthalle und schrieb auf seiner Facebook-Seite:

Wir fordern ein Strafverfahren gegen die Verantwortlichen für diesen Vandalismus einzuleiten. Außerdem fordern wir Maßnahmen, um das einstige Bild der Markthalle wieder herzustellen.

Der Bürgermeister von Jerewan, Taron Margaryan, äußerte sich ebenfalls zu diesem Sachverhalt und sagte, dass keine Lizenz für den Bau in der Markthalle erteilt wurde.
Die armenische Tageszeitung „Haykakan Jamanak“ schreibt eigenen Quellen zu Folge, dass der größte, 4-geschossige armenische Supermarkt, entgegen den Versprechungen des Geschäftsmannes Aleksanyan, an Stelle der Markthalle gebaut werden soll.
Auf die Frage einer armenischen Journalistin, ob die Bürger nach der Neueröffnung in der Lage wären ihre Produkte wieder in der Markthalle zu verkaufen, antwortete Aleksanyan:

Derzeit gibt es 25 Verkäufer in der Markthalle. Diese Zahl wird auf 300 steigen nachdem der Platz renoviert wurde. Die Stände der 25 Verkäufer wurden zwischenzeitlich auf den „Masif Markt“ umgelagert. Sie werden wieder zurückkehren sobald das „Pak Schuka“ wieder eröffnet.

Die berühmte Markthalle „Pak Schuka“ wurde von dem Architekten Grigor Aghababyan und dem Ingenieur Hamazasp Arakelyan errichtet. Der Markt galt als einer der besten architektonischen Konstruktionen in Armenien und war für seine besondere Bogenform und der kunstvollen Verzierung des Eingangsbereichs bekannt.

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