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Armeniens Premier will Sohn für Kriegsgefangene eintauschen

Nikol Paschinjan (mitte), Ministerpräsident von Armenien, und Arajik Harutjunjan (rechts), Generalmajor der armenischen Armee. (Foto: © Tigran Mehrabyan/PAN Photo/AP/dp)

Aserbaidschans Angriffskrieg gegen das mehrheitlich armenisch bewohnte Bergkarabach im Herbst 2020 beschäftigt Armenien noch immer. Nun machte der amtierende Regierungschef Armeniens, Nikol Paschinjan, ein ungewöhnliches Angebot. Er möchte seinen Sohn gegen alle armenischen Kriegsgefangenen eintauschen – der erklärte seine Bereitschaft dazu.

Wenige Tage vor der vorgezogenen Parlamentswahl am 20. Juni in der Republik Armenien hat der amtierende Regierungschef Nikol Paschinjan Aserbaidschan seinen Sohn für einen Austausch gegen alle armenischen Kriegsgefangenen angeboten.

Er habe die entsprechenden Gremien beauftragt, seinen Vorschlag offiziell zu übermitteln, sagte der 46-Jährige am Mittwoch bei einem Wahlkampfauftritt der Agentur Armenpress zufolge. „Verstehen Sie mich nicht falsch: Das ist nicht das einzige Werkzeug, um das Problem zu lösen.“ Paschinjans Sohn schrieb bei Facebook, er sei bereit dazu.

Der aserbaidschanische Autokrat Ilham Aliyev wurde zuletzt vom Europäischen Parlament dazu aufgefordert, die sofortige und bedingungslose Freilassung aller armenischen Gefangenen, sowohl militärische als auch zivile, die von Aserbaidschan während und nach dem Konflikt gefangen genommen wurden, sofort und bedingungslos freizulassen. Auch wurde Aserbaidschan aufgefordert in Zukunft von willkürlichen Inhaftierungen abzusehen. Der Forderung kam Ilham Aliyev bislang nicht nach.

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