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Zypern stellt Leugnung des Völkermords an Armeniern unter Strafe

NIKOSIA. – Das Parlament in Zypern hat heute einstimmig ein Gesetz verabschiedet, mit der die Leugnung des Völkermords an den Armeniern in Zukunft unter Strafe gestellt wird, wie die Nachrichtenagentur Cyprus Mail berichtet.

Des Weiteren wurde der 24. April, der Tag der 1915 als Beginn des Völkermords angesehen wird, zum nationalen Gedenktag in Zypern erhoben.
„Heute ist ein historischer Tag. Es erlaubt dem Parlament, mit einer einstimmigen Entscheidung und Resolution, die historische Wahrheit wiederherzustellen.“, so der Sprecher des Parlaments Yiannakis Omirou. Die Massaker stellen für Omirou „eine der größten und abscheulichsten Menschheitsverbrechen der modernen Geschichte dar“.
Das Gesetz sieht vor, Völkermordleugnung, sowie die Leugnung von Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen mit 5 Jahren Haft und einer Geldbuße in Höhe von 10.000 Euro zu bestrafen, wie die armenische Nachrichtenagentur Armenpress berichtet.
Neben Zypern steht die Leugnung des Völkermords an den Armeniern in der Schweiz, der Slowakei, in Slowenien und Griechenland unter Strafe. Mehr als 20 Länder, darunter Frankreich und Russland haben die geplante Vernichtung der Armenier als Völkermord anerkannt. Ebenfalls die überwiegende Mehrheit der internationalen Geschichtswissenschaft, das Europaparlament sowie die internationale Vereinigung von Völkermordforschern sprechen von Genozid. Neben christlichen Armeniern wurden ebenfalls Hunderttausende Aramäer/Assyrer und Pontos-Griechen ermordet.
Die Türkei lehnt die Einstufung als Völkermord kategorisch ab und spricht von kriegsbedingten Opfern. Auch die Opferzahl von 1,5 Millionen Armeniern wird von der türkischen Regierung nicht akzeptiert. Sie geht von etwa 300.000 Toten aus.

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