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Türkischer Sänger wegen Beleidigung von Armeniern in Video an Kim Kardashian verklagt

Der türkische Sänger Murat Övüç, der die Armenier als Volk und den Reality-TV-Star Kim Kardashian im Speziellen beleidigte, wurde verklagt.

Der in der Türkei ansässige armenische Rechtsanwalt Simon Çekem reichte bei der Oberstaatsanwaltschaft Istanbul Strafanzeige gegen Övüç wegen Beleidigung von Armeniern in einem an Kim Kardashian adressierten Instagram-Video ein.

Övüç, der 2,4 Millionen Follower auf Instagram hat, wird beschuldigt, zu Diskriminierung, Hass und Feindseligkeit anzustiften.

Murat Övüç machte die Äußerungen, nachdem die US-Armenierin und Unternehmerin Kim Kardashian am 24. April 2020, dem Jahrestag des Genozids an den Armeniern, über ihre Social Media Kanäle mit einer Serie von Postings an die Opfer des Völkermords erinnerte. Der Kommentarbereich von Kim Kardashians Social Media Accounts wurde daraufhin von Tausenden Anfeindungen und Beleidigungen aus der Türkei, darunter zahlreiche namhafte türkische Influencer, überflutet.

„Heute ist der 105. Jahrestag des Völkermords an den Armeniern, und ich bin so stolz, dass die USA diesen anerkannt hat“, schrieb Kim in den sozialen Medien. Anschließend erzählte sie eine 12-teilige Geschichte auf Instagram, um ihre 167 Millionen Follower über den Völkermord an den Armeniern aufzuklären.

Als Antwort sagte Övüç in einem Video, welches an Kim Kardashian gerichtet war: „Ihr Armenier seid Abschaum.“

„Ich gab diese Antwort, weil (Kim) in einer Weise gesprochen hat, die unsere Werte erniedrigte“, begründete Övüç sein Verhalten in einer Erklärung vor der Staatsanwaltschaft.

Lesen Sie auch:  Armenischem Intellektuellen Sevan Nisanyan droht Abschiebung aus Griechenland in die Türkei

Der türkische Sänger bestand darauf, dass er die Worte nicht an die armenische Bevölkerung der Türkei gerichtet habe und gab an, dass er in den vergangenen 5-6 Jahren armenischen Vereinigungen geholfen habe.

„Ich akzeptiere die Anklage nicht“, sagte der Sänger gegenüber der Staatsanwaltschaft, bevor er mit seinem Anwalt das Gerichtsgebäude verließ.

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