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Beirut: Armenische Viertel von Explosion betroffen – Katholikos besucht Bourj Hammoud

Der im Libanon residierende Katholikos der Armenier von Kilikien, Aram I., besuchte das von Armeniern bewohnte Stadtviertel Bourj Hammoud in Beirut, nachdem zwei gewaltige Explosionen die Stadt am Dienstag erschütterten.

Nach Angaben des Senders „Cilicia TV“ wurde auch das armenische Viertel durch die Explosion beschädigt. Aufnahmen zeigen zertrümmerte Fensterscheiben und Dutzende Verletzte.

Nach Angaben von Dr. Paul Haidostian, Präsident der armenisch-libanesischen Haigazian-Universität in Beirut, wurde die älteste armenische Schule Libanons, die „Armenian Evangelical Central High School- Ashrafieh“ sowie das Armenisch-Evangelische College, die 1922 erste armenische evangelische Kirche und die Haigazian-Universität durch die Detonationen beschädigt. Wie die armenische Wohltätigkeitsorganisation AGBU angibt, nahm auch das „AGBU Demirjian Center“ Schaden durch die Explosionen.

Offiziellen Angaben zufolge könnte die Explosion durch eine Ladung von 2750 Tonnen Ammoniumnitrat verursacht worden sein. Der Stoff sei am Hafen von Beirut sechs Jahre lang ohne Sicherheitsvorkehrungen gelagert worden. Berichten zufolge hatten libanesische Behörden im Jahr 2013 einem Frachtschiff die Weiterfahrt wegen verschiedener Mängel untersagt, das von Georgien ins südafrikanische Mosambik unterwegs war.

Am Mittwochmorgen lag die Zahl der Verletzten bei über 4000. Mehr als 100 Menschen starben durch die Explosionen im Hafen, heißt es vom libanesischen Roten Kreuz. Auch fünf Armenier sind ums Leben gekommen, darunter der armenischstämmige Generalsekretär der Kataeb-Partei, Nazar Najarian, die armenische Krankenschwester Jessica Bezdjian, die sich im Krankenhaus aufhielt, sowie die Armenier Jacques Paramakian, Delia Papazian und Varoujan Tossounian.

Պայթումէն անմիջապէս ետք, Վեհափառ Հայրապետը այցելեց Պուրճ Համմուտի հայահոծ թաղերի

Gepostet von Cilicia TV am Dienstag, 4. August 2020

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