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Armenien verblüfft ganz Europa

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Armenien ist nicht nur bei Standards gefährlich: Russland-Legionär Jura Mowsisjan (l.) tritt einen Freistoss. Foto: afp

Dank des 4:1 Siegs gegen Mazedonien spielt Armenien am 11. Oktober im Direktduell in Irland um den Playoff-Platz zur EM 2012. Auch der Versuch Erdogans, welcher Mazedonien im Falle eines Sieges einen Geldpreis angeboten hatte und damit verhindern wollte, dass Armenien im Spiel auf die Türkei trifft, stand einem Sieg nicht im Wege.

Noch nie seit der Unabhängigkeit 1992 konnte sich Armenien für eine Endrunde qualifizieren. Das könnte sich bald ändern. Gruppensieger kann die Fifa-Weltnummer 44 auf Grund der Direktbegegnungen mit Russland (0:0, 1:3) nicht mehr werden. Aber nach dem 4:1-Erfolg am Freitag über Maze­donien können die Armenier morgen mit einem Sieg in Dublin gegen Irland in der Gruppe B noch den Playoff-Platz er­reichen. Der armenische Verbandspräsident Ruben Airapetjan hat der Nationalmannschaft eine Prämie von drei ­Millionen Euro zugesagt, sollte sie sich für die EM 2012 qualifizieren.
Trainer der Überraschungsmannschaft ist seit April 2009 der frühere Assistenzcoach Wardan Minasjan. Der 37-Jährige trainiert auch noch den ­armenischen Serienmeister Pyunik. Im Nationalteam hat Minasjan aber auch Söldner im Kader. Wie Torhüter Beresowksi verdienen drei weitere Spieler ihr Geld in Russland, ein Quartett ist in der Ukraine engagiert. Waleri Aleksanjan spielt im Iran. Beste Skorer sind mit fünf Toren Gevorg Ghazarjan (Metalurg Donezk) und Henrik Mkhitarjan (Schachtjor Donezk) vor dem eingebürgerten Brasilianer Marcos Pineiro Pizzelli (4/Metalurg). Die Armenier haben mit 21 Toren in der Gruppe am meisten getroffen.
Trotz des Sieges am Freitag war Minasjan aber nicht zufrieden: «Das Resultat war gut, das Spiel nicht.» Der Coach kritisierte vor allem den nervösen Auftritt vor der Pause. «Aber natürlich bin ich glücklich über die drei Punkte. Jetzt gilt nur noch die wichtige Partie gegen Irland.»

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(pbt/20 Minuten)
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