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Panorama

Anti-armenische Proteste im Libanon von pro-Erdogan Gruppen

Der sehr bekannte libanesisch-armenische Fernsehmoderator Neshan Der Haroutunian und die Armenier im Libanon im Allgemeinen erhalten aktuell Drohungen von pro-türkischen Parteien. Alles begann, als Neshan Der Haroutunian, der Moderator einer beliebten libanesischen Fernsehsendung, einen Tweet von einem Zuschauer erhielt, der ihn als unter anderem als „Flüchtlings-Pussy“ bezeichnete. Diese Art der Rhetorik und Äußerungen gegen die armenische Gemeinschaft im Libanon sind alltäglich geworden.

Der berühmte armenische Moderator wurde während einer interaktiven Show bedroht und beleidigt. Ein Zuschauer sagte, dass Neshan ein „Rassist“ sei und Äußerungen getätigt habe in denen er Erdogan als „hinterhältig“ bezeichnet haben soll. Der armenische Fernsehmoderator bejahte dies daraufhin.

Nach der Show gaben Dutzende von Menschen, von denen die meisten aus dem Ausland stammten, provokante Äußerungen gegen die Armenier ab, rechtfertigten den von den osmanischen Türken verübten Genozid an den Armeniern und sagten: „Ihr Armenier seid hinterhältig und habt diese Morde verdient“. Zudem gingen mehrere Dutzend Menschen mit Türkei-Fahnen auf die Straße, skandierten anti-armenische Parolen und präsentierten sich als „osmanische Türken“ und Anhänger des türkischen Präsidenten Erdogan.

Armenier und der TV-Moderator Neshan Der Haroutunian erhalten bereits seit längerer Zeit Drohungen von pro-türkischen Parteien im Libanon.

In einem viralen Video sprach Mounir Hassan, Präsident der libanesisch-arabischen Organisation „Mardalia“, eine direkte Drohung an Neshan Der Haroutunian und die libanesisch-armenische Gemeinschaft im Allgemeinen aus. Mounir Hassan drohte damit, Armenier im Ort Bourj Hammoud „abzuschlachten“, nannte die Osmanen „seine Vorfahren“ und äußerte, dass sie gute Arbeit beim „Abschlachten von Armeniern“ geleistet hätten. Auch andere Beleidigungen gegen Armenier waren zu hören.

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