Folgen Sie uns

Hallo, wonach suchen Sie?

Ausland

USA: Sprecherin des Weißen Hauses spricht von Genozid an Armeniern

Kayleigh McEnany, Pressesprecherin des Weißen Hauses

Während einer Pressekonferenz am Dienstag thematisierte die Pressesprecherin des Weißen Hauses, Kayleigh McEnany, den Vandalismus an der Gedenkstätte in Denver zum Völkermord an den Armeniern.

McEnany sagte, „es scheint an Verständnis und historischem Wissen zu mangeln, wenn das Denkmal zum Völkermord an den Armeniern, das an Opfer aller Verbrechen gegen die Menschlichkeit erinnert, einschließlich der Sklaverei, geschändet wird“.

Die Gedenkstätte in Denver für den Genozid an den Armeniern wurde im Zuge von Protesten nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd und der „Black Lives Matter“-Bewegung bei Unruhen und Plünderungen im US-Bundesstaat Colorado Ende Mai von Demonstranten mit Farbe beschmiert und beschädigt.

Das die Sprecherin des Weißen Hauses das Wort „Genozid“ verwendete, ist insofern bedeutend, da die Trump-Regierung, aber auch US-Präsidenten vor ihm, diesen Begriff bislang gemieden haben. Während sowohl das US-Repräsentantenhaus als auch der US-Senat im vergangenen Jahr Resolutionen verabschiedeten, in denen der Völkermord an den Armeniern als solcher anerkannt wurde, hat die US-Regierung den Genozid an 1,5 Millionen Armeniern und Hunderttausenden Aramäern/Assyrern, Pontosgriechen und Jesiden im Osmanischen Reich (heutige Türkei) bis dato nicht als Genozid anerkannt und verwendet weiterhin den armenischen Begriff „Meds Yeghern“ (zu deutsch: Große Katastrophe“).

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung

Weitere Themen

Bergkarabach

Bereits am 12. September 1988 verurteilte das Europäische Parlament in einem gemeinsamen Beschluss, die antiarmenischen Pogrome in Aserbaidschan; stellte eine Bedrohung der Sicherheit für...

Buchtipp

Unmittelbar nachdem sie 1917 den Türken entkam, begann Aurora Mardiganian als eine der wenigen Überlebenden des Völkermords an den Armeniern, von ihren Erfahrungen während...

Panorama

Ein Flugzeug mit 12 Tonnen Nothilfelieferungen, darunter Lebensmittel, Medikamente, medizinische Ausrüstung und andere dringend benötigte Materialien, wird am Samstag von der armenischen Hauptstadt Jerewan...

Panorama

Der im Libanon residierende Katholikos der Armenier von Kilikien, Aram I., besuchte das von Armeniern bewohnte Stadtviertel Bourj Hammoud in Beirut, nachdem zwei gewaltige...