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Armenien

Attentat auf Premier Nikol Paschinjan vereitelt

Der seit 2018 amtierende Premierminister Armeniens, Nikol Paschinjan. (Foto: [Armenian Prime Minister Press Service/Tigran Mehrabyan/PAN Photo/Reuters)

Armenien hat ein Attentat auf Premierminister Nikol Paschinjan und die illegale Machtergreifung durch eine Gruppe ehemaliger Spitzenpolitiker verhindert, wie der Nationale Sicherheitsdienst des Landes (NSS) mitteilte.

Armeniens Regierungschef Paschinjan war in den letzten Tagen unter Druck geraten. Tausende Demonstranten, darunter viele Anhänger der alten korrupten Oligarchen-Riege von Sersch Sargsjan und Robert Kotscharjan, protestierten seit Dienstag und forderten seinen Rücktritt wegen eines Waffenstillstands, der Aserbaidschan nach sechs Wochen intensiver Angriffe, erhebliche Gebietsgewinne in der Region Bergkarabach sicherte. Paschinjan sagte, er habe keine andere Wahl gehabt, als das von Russland vermittelte Abkommen zu unterzeichnen, um weitere Gebietsverluste und Tausende Tote zu verhindern.

In einer Erklärung am Samstag erklärte der NSS, dass deren ehemaliger Chef Artur Vanetsyan, der ehemalige Vorsitzende der Republikanischen Partei, Vahram Baghdasaryan, und der Kriegsfreiwillige Ashot Minasyan verhaftet worden seien.

Auch Artur Danielyan von der ultranationalistischen, anti-liberalen Bewegung „Adekvad“ wurde festgenommen.

„Die Verdächtigen planten, durch die Ermordung des Premierministers illegal die Macht an sich zu reißen, und es wurden bereits potentielle Kandidaten für seine Ablösung diskutiert“, fügte der NSS hinzu.

„Der Nationale Sicherheitsdienst der Republik Armenien hat Fälle des illegalen Erwerbs und der illegalen Lagerung von Waffen, Munition und Sprengstoffen durch eine Gruppe von Personen mit dem Ziel der Machtergreifung in der Republik Armenien aufgedeckt“, heißt es in der Erklärung. Die Angreifer, so heißt es, waren mit der Innen- und Außenpolitik Armeniens nicht einverstanden und wollten die Macht durch die Ermordung des Regierungschefs Paschinjan an sich reißen.

In der Erklärung heißt es weiter, dass diese Waffen aus Bergkarabach, wo am 27. September Aserbaidschan einen Angriffskrieg startete, nach Armenien transportiert wurden.

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