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Armenischer US-TV-Star Kim Kardashian möchte Bürgermeisterin werden

Armenischer US-TV-Star Kim Kardashian (Foto: Getty Images for UCLA)

Lokalpolitiker beschweren sich gern über fehlendes öffentliches Interesse an ihrer Arbeit, das ist in Glendale nicht anders als in Glücksburg. In der kalifornischen Stadt aber herrscht nun eine Art Goldgräberstimmung: Kim Kardashian denkt laut darüber nach, bei Lokalwahlen zu kandidieren.

LOS ANGELES. – Kommunalpolitik hat normaler Weise so viel Sex-Appeal wie eine Bockwurst, das ist in Kalifornien nicht anders. In Glendale zum Beispiel, einer Stadt im Norden von Los Angeles, hielt sich die öffentliche Begeisterung für Lokalpolitik und -wahlen bisher in Grenzen.
Ardashes Kassakhian, ein höherer städtischer Beamter von Glendale, sagte der „Los Angeles Times“, alles sei willkommen, das dem Lokalparlament mehr Aufmerksamkeit verschafft. Egal was oder wer, will man hinzufügen. Und sei es Kim Kardashian.
Der US-TV-Star kündigt in einer neuen Episode der Reality-Show ihrer Schwester „Khloe und Lamar“ an, für das Stadtparlament von Glendale kandidieren zu wollen, mit dem Ziel Bürgermeisterin zu werden. Sie bezieht sich dabei auf die Wahl in fünf Jahren in 2017. Doch Kim Kardashian scheint es durchaus ernst zu meinen. „Man muss einen permanenten Wohnsitz in Glendale haben, also muss ich mir dort ein Haus kaufen“, sagte sie der „New York Post“.
Sie habe das rund 200.000 Einwohner zählende Glendale ausgewählt, „weil es einer armenischen Stadt gleicht“ und viele Einwohner ihre ethnische Herkunft teilen, erklärte die Schauspielerin, deren Vater armenischer Abstammung ist. Glendale zählt zu der Stadt mit der weltweit drittgrößten armenischen Gemeinde außerhalb von Armenien.
Mit ihren wenigen Sätzen hat Kardashian laut Kassakhian erreicht, was die Lokalpolitiker „Wahl für Wahl versuchen“: Sie hat dem Stadtparlament Aufmerksamkeit verschafft. Und die soll möglichst lange anhalten, also bemüht man sich nun in Glendale, Kardashian zu becircen.
Ara Najarian, Mitglied des Gemeinderats und ehemaliger Bürgermeister, hat Kardashian nach eigenen Angaben eine ehrenamtliche Position angeboten, um ihr einen Crashkurs in Stadtverwaltung und -politik zu geben.
Ob Kim Kardashian wirklich für solch einen Schritt bereit ist bleibt abzuwarten. Doch wenn Arnold Schwarzenegger bereits acht Jahre lang Gouverneur sein kann, könnte Kim uns am Ende doch noch alle überraschen.
(bim/dapd)

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